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„Verkörperung der Fahrzeugtechnik"

Nach 29 Jahren wird Professor Michael Pfeifer verabschiedet

Verabschiedung von Professor Michael Pfeifer im Kfz-Labor.
Quelle:
Christoph Oldenkotte

„Eine Zeit, die mir sehr gut getan hat“, resümiert Professor Michael Pfeifer beim Empfang, den er an seinem letzten Arbeitstag organisiert hat. Viele ehemalige und aktuelle Kolleginnen und Kollegen sowie Mitarbeitende der Hochschule sind seiner Einladung ins Labor Kraftfahrzeugtechnik im Hauptgebäude gefolgt. Sie wollen an diesem für Pfeifer bedeutsamen Ort 58 Semester, also 29 Jahre Hochschule Revue passieren lassen, in Erinnerungen schwelgen und Tschüss sagen.

Stellvertretend für die Fakultät Maschinenbau drückt Professor Dr. Wolfgang Engelhardt seinen großen Dank für die „schöne Zeit“ mit Professor Pfeifer aus. „Sie bemühten sich immer um die Menschen, die hier studieren“, so Engelhardt, „Sie verkörpern die Fahrzeugtechnik wie kein anderer hier, Sie sind die Fahrzeugtechnik.“

Aus dem Norden Deutschlands, genauer gesagt aus Hamburg, verschlug es Michael Pfeifer vor genau 29 Jahren nach Oberschwaben. Am 1. März 1990 nahm er seine Stelle als Professor für die Fächer „Kraftfahrzeugtechnik“, „Kolbenmaschinen“ und „Konstruktion“ an der damaligen Fachhochschule Ravensburg-Weingarten auf. Von 1995 bis 1997 war er Prodekan und anschließend weitere zwei Jahre Dekan im damaligen Fachbereich Maschinenbau. Neun Jahre lang, von 2008 bis 2017 vertrat er zudem die Interessen der Fakultät im Hochschulrat.

Der gebürtige Wiesbadener ist dankbar für die Möglichkeit, sein Fachwissen und seine Erfahrung weitergeben zu dürfen. Es ist die Zusammenarbeit mit jungen Menschen sowie die Förderung ihrer Entwicklung, die dem Professor besonders am Herzen liegt. Dieses Interesse an jungen Menschen zeigte er nicht nur durch die Betreuung von insgesamt 380 Abschlussarbeiten, sondern auch durch seine Präsenz und sein Engagement bei Besuchen von Schulklassen an der Hochschule oder auf Bildungsmessen. Mit dem offiziell letzten Arbeitstag wird dieses Engagement nicht einfach enden: Professor Michael Pfeifer wird weiterhin als Lehrbeauftragter an der Hochschule tätig sein. „Junge Menschen für Fahrzeugtechnik zu begeistern, macht einfach Spaß“, sagt er.

So ist die Verabschiedung vorerst noch kein endgültiger Abschied von der Hochschule in Weingarten und beim „Eintritt in den Ruhestand“ kann von absoluter Ruhe auch nicht die Rede sein. Denn nun bleibt mehr Zeit für ehrenamtliche Tätigkeiten und angefangene Projekte können zu Ende gebracht werden. So freut sich Pfeifer zum Beispiel darauf, seinen stillgelegten Simca Rallye 2, mit dem seine Motorsportaktivitäten begannen, zu reaktivieren. „Und ich kann endlich die angefangenen Ausbau- und Renovierungsarbeiten an unserem Haus in Weingarten fertigstellen“, ergänzt er.

 

Text:
Franziska Mayer