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Rollenspiel in der Vorlesung "Einführung in die Nachhaltigkeit"

World Climate Simulation

World Climate Simulation
Quelle:
Tabea Schädle

Die Studierenden der Vorlesung „Einführung in die Nachhaltigkeit“ nahmen am vergangenen Montag an dem Rollenspiel World Climate Simulation teil und machten sich gemeinsam zur Aufgabe das Klima, als Delegierte des Weltklimarates, zu retten. Das Spiel soll junge Menschen für die Dringlichkeit der Klimafrage sensibilisieren, indem es den Perspektivwechsel fördert, Emotionen erzeugt und Handlungsoptionen aufzeigt. 

In mehr als 85 Ländern wurde World Climate bereits gespielt, darunter mit Schülern, Politiker, Nobelpreisträgern und Vertretern der Ölindustrie. NGO Climate Interactive entwickelte das Spiel gemeinsam mit dem MIT und der University of Massachusetts. Prof. Dr. Florian Kapmeier, Professor für Strategie und Internationales Projektmanagement an der ESB Business School der Hochschule Reutlingen, hat am MIT geforscht und das Spiel nach Deutschland importiert.

World Climate ist so aufgebaut, dass Prof. Ertel die Rolle des technischen Berater der UN übernahm und den Delegierten aus verschiedenen Staaten und Regionen der Welt in einem Impulsvortrag die Dringlichkeit, den Temperaturanstieg auf mindestens 2°C oder besser 1,5°C zu begrenzen, verdeutlichte. Moderiert wird die Sitzung von Tabea Schädle als der UN-Vizegeneralsekräterin des Weltklimarates. Die Delegierten wurden von den Studierenden gespielt, um gemeinsam darüber zu verhandeln wie das im Klimavertrag von Paris vereinbarte Zwei-Grad-Ziel erreicht werden soll, was mithilfe des Programms C-Roads grafisch dargestellt wurde. Alle, egal ob Industriestaaten oder Entwicklungsländer, verteidigen ihre nationalen Interessen, während auch Umweltaktivisten und Öllobbyisten als Zusatzrollen versuchen, Einfluss zu nehmen.

Die Unterschiede der finanziellen Mitteln und Macht werden bereits in der Vorbereitung deutlich. Während der Tisch der USA voller Leckereien und Getränke steht, sind auch die EU-Mitglieder gut versorgt. Für China und Indien gibt es zumindest noch einfache Getränke,aber manche Entwicklungsländer haben nicht einmal einen Tisch. Sie müssen auf dem Boden diskutieren. 

Auch wenn die Studierenden auch in der zweiten Verhandlungsrunde das Klimaziel nur auf 2,3°C festlegen konnten, war die Simulation ein voller Erfolg, da die Studierenden sich intensiv mit dem Klimaschutz auf politischer Ebene und der Bedeutung der Klimaziele beschäftigt haben.

Text:
Tabea Schädle